CKÖ

The White Cube

Emanuel Rossetti

source: world-architects
Zürich’s CKÖ – Georg Krummenacher, Daniel Lütolf and Sara Widmer – wins the sole Architecture award in the 2014 Swiss Art Awards.
The Swiss Art Awards are an exhibition of the Swiss Federal Office of Culture that takes place at the Messe Basel Convention Center at the same time as Art Basel fair. The exhibition opens tomorrow and runs until June 22, 2014, while CKÖ and the eight winners in the Art category and the one winner in the Mediation category will receive their awards at a preview and ceremony this evening. Each winner receives an endowment of 25,000 CHF.

CKÖ’s “The White Cube” is commended in an awards statement as “a room-within-a-room installation … skillfully transformed into an inaccessible object. The slanted segment of the spatial construct leans against a massive substructure and appears, in contrast, light and provisional. The deep engagement with materiality, construction, accessibility or even functionality helps to render this object enthralling.”

CKÖ was formed in 2012 “out of joy for doing.” With backgrounds in architecture, the art collective has created works of different scales and media that are often at the scale of rooms or interact with buildings in interesting ways. Their first piece was an intervention in a vacant building in Zürich, and most recently they intervened at the Kunsthalle Arbon, filling a hall with a wooden grid that visitors traversed.
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source: ckoech
In der Ankenwaage, dem Entstehungsort des «The White Cube» war das Objekt zwar als Kunstwerk erlebbar, aber nicht auf einen Blick fassbar. Was CKÖ nun interessierte, war die Loslösung des Objektes aus seinem ursprünglichen Kontext, dem Einpflanzen in eine andere Umgebung. Mit Gerüsttürmen wurden die statischen Elemente der Ankenwaage nachgebaut und die Räume wieder genau so, mit exakt denselben Bauteilen, aufgebaut.

Zu sehen sind alle Details im Original, die Aussparungen für die mittelalterlichen Holzbalken und auch die Positionen der Fenster, der Türen etc. Die Boden- und Deckenelemente wurden weggelassen um die Dimension des Gebäudes und ihrer Räume auf einen Blick wahrnehmen zu können. Entstanden ist eine imposante Raumskulptur von 9 Metern Höhe, deren Herkunft nur zu erahnen und möglicherweise gar irrelevant ist. Das Objekt hat sich in sich selbst verankert und eine Unabhängigkeit gegenüber seinem Ursprungs-Kontext entwickelt.
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source: baublattch

Aus den Architektur-Eingaben wurde die Raum-in-Raum-Installation “The White Cube” des Künstlerkollektivs CKÖ (Zürich) ausgezeichnet, deren Mitglieder Georg Krummenacher, Daniel Lütolf und Sara Widmer aus Thurgau, Zürich und Zug stammen. Die Künstler beschreiben ihr Werk wie folgt: “Dieses Raumobjekt wurde auf die Innenräume eines spätmittelalterlichen Zuger Altstadtgebäudes, der Ankenwaage, massgeschneidert. Am Anfang stand die Herausforderung, in einem Haus mit viel Charakter und Eigenheiten, Kunst auszustellen. Daraus entstand die Idee und die kunsthistorische Auseinandersetzung mit dem Konzept von weissen Ausstellungsräumen. CKÖ entschied sich, eine durchgehende Abfolge neuer weisser Ausstellungsräume zwischen die alten Mauern zu bauen. Entstanden ist eine begehbare Raum-in-Raum-Struktur, ein Rundgang durch das Gebäude der andern Art, hoch durch die neuen weissen Räume, hinunter durch den Umraum zwischen Gebäude und «The White Cube». Mäandrierend zieht sich das Objekt über die drei Geschosse des Gebäudes, lotet deren Raum aus und formt ihn ab.”