RICHARD VIJGEN

WiFi Impressionist
Wifi Impressionist ist eine Feldinstallation, die elektromagnetische Landschaften zeichnet, die von den Stadtlandschaften von William Turner inspiriert sind. Die Arbeit besteht aus einer Richtantenne auf einem Schwenk-Neigungs-Mechanismus, der auf WiFi-Signale wartet und ein dreidimensionales Modell der umgebenden Signale erstellt. Aus diesem Modell wird ein Ansichtsfenster ausgewählt, das die Perspektive und den Rahmen definiert. Signale, die innerhalb des Rahmens aufgenommen werden, werden als Wellen dargestellt, die von einem bestimmten Ursprung ausgesendet und mit einem mobilen Plotter gezeichnet werden. Die Antenne und der Plotter sind beide auf einem Stativ montiert und können auf dem Feld platziert werden, so wie ein Maler seine Staffelei aufstellen würde. Sobald eine Zeichnung positioniert und ausgerichtet ist, wird sie mit der Zeit dichter, abhängig von der Dichte der Netzwerke um sie herum. Überall dort, wo ein WiFi-Signal vorhanden ist, füllt die Zeichnung schließlich den Rahmen.

TOMÁS SARACENO

In der Umlaufbahn
Auf dem Territorium der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Deutschland ist eine riesige Installation “In Orbit” mit einer Höhe von über zwanzig Metern gewachsen. Präsentiert von Tomás Saraceno, berühmt für seine faszinierenden utopischen Projekte, ist es als eine Reihe von Netzwerken konzipiert, die durchquert werden können. Die Struktur von drei Ebenen ähnelt Wolken und nur die Wagemutigsten können hoch zur Glaskuppel klettern. Die Installation “In Orbit” ist das größte aller Werke des Künstlers, und es dauerte drei Jahre enger Zusammenarbeit mit Ingenieuren, Architekten und Arachnologen, um sie zu entwerfen. Bau mit einer Fläche von 2.500 qm. Meter wiegen nur 3.000 Kilogramm und lösen die Grenzen zwischen Kunst und Wissenschaft auf.

LA FURA DELS BAUS

Richard Wagner – Das Rheingold
Zu behaupten, dass der Theaterzauberer Richard Wagner zeitgenössische Filmtechniken vorweggenommen hat, ist wie zu behaupten, dass seine Musik Modernismus und Atonalität vorweggenommen hat: Es kann keinen endgültigen Beweis geben. Unbestreitbar bleibt, dass Wagner überzeugende Darsteller braucht: Sänger und Schauspieler, die auch unter schonungslosen Kamera-Nahaufnahmen überzeugen, und Dirigenten, die große, ungebrochene Spannweiten überzeugend gestalten können, ohne unangenehme Tempo- oder Stimmungsschwankungen.In den begleitenden „Bonus“ -Kommentaren besteht Mehta sehr darauf, dass dieser Ring von La Fura dels Baus inszeniert wird, einem Straßentheater- / Pantomimen-Kollektiv, das er bewundert.