STUDIO DRIFT

Herumtreiber
Drifter fordert den Betrachter auf, unser Verhältnis zu unserer oft als statisch und leblos akzeptierten Lebensumgebung zu überdenken. Es erzeugt ein Gefühl des Unglaubens und der Verschiebung und erzeugt Spannungen zwischen Menschlichkeit und Natur und Chaos und Ordnung. Losgelöst von unseren Erwartungen schwankt die Arbeit zwischen dem Möglichen und Unmöglichen.

Joey Skaggs

Art of The Prank
“Media Prank” and “Culture Jamming” were the main anti-media countercultural tactics. Skaags was the “grandfather” of the so-called “media hoax“. Long before discussions of “fake news” or “memes” , he used lying and manipulation against the corporate media itself, producing funny, cynical and ironic effects. He made the mainstream media experience its own poison over and over again.” Wilson Roberto Vieira Ferreira
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“Media Prank” und “Culture Jamming” waren die wichtigsten anti-medialen gegenkulturellen Taktiken. Skaags war der “Großvater” des sogenannten “Medienhoax”. Lange bevor er über “Fake News” oder “Meme” diskutierte, setzte er Lügen und Manipulationen gegen die Konzernmedien selbst ein und erzeugte lustige, zynische und ironische Effekte. Er ließ die Mainstream-Medien immer wieder ihr eigenes Gift erfahren.” Wilson Roberto Vieira Ferreira
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“Media Prank” (pegadinhas) e “Culture Jamming” (trolagens) foram as principais táticas contraculturais antimídia. Skaags foi o “avô” dos chamados “media hoax”. Muito tempo antes das discussões sobre “fake news” ou “memes”, ele usou a mentira e a manipulação contra a própria mídia corporativa, produzindo efeitos engraçados, cínicos e irônicos. Fez por inúmeras vezes a grande mídia experimentar seu próprio veneno.” Wilson Roberto Vieira Ferreira

STERLING RUBY

Gespenst
Sterling Rubys fluoreszierender orangefarbener Monolith SPECTER erscheint als Erscheinung in der Wüste. Die brillante geometrische Skulptur erzeugt eine erschütternde optische Täuschung, die einem Photoshopping-Komposit oder einer Collage ähnelt, als ob etwas aus der Landschaft entfernt oder gelöscht worden wäre. Der Block fungiert als Chiffre oder Ersatz und ahmt nach, wie er aussehen könnte: ein Schiffscontainer, ein Militärbunker, ein unbekanntes Objekt, ein verlassenes Zuhause. Fluoreszierendes Orange wird traditionell aus Sicherheitsgründen als Warnung verwendet. Hier ist diese Logik umgekehrt: ein gespenstisches Objekt, das aus der natürlichen Umgebung entfernt und in der Öffentlichkeit verborgen ist.

GUSTAV DEUTSCH

Visionen der Realität
FILE FESTIVAL
Shirley ist eine Frau in Amerika in den 1930er, 40er, 50er und frühen 60er Jahren. Eine Frau, die mit ihrem beruflichen und gesellschaftspolitischen Engagement den Lauf der Geschichte beeinflussen möchte. Eine Frau, die die Realität der Depressionsjahre, des Zweiten Weltkriegs, der McCarthy-Ära, Rassenkonflikte und Bürgerrechtskampagnen nicht als gegeben, sondern als erzeugt und anpassbar akzeptiert.

MIGUEL CHEVALIER

Leistungspixel
Die Power Pixels-Ausstellung besteht aus zwei generativen und interaktiven Virtual-Reality-Installationen: Complex Meshes 2020 und Oscillations 2020, eine Arbeit, die erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird. Oscillations 2020 ermöglicht eine grafische 3D-Visualisierung der Musik von Michel Redolfi. Eine Wellenform wird in Echtzeit entsprechend den Frequenzen und Amplituden der Musik erzeugt. Diese Klangspektren der verschiedenen Musikklänge erzeugen endlose imaginäre Landschaften. Bild und Musik reagieren in einer Verschmelzung emotionaler Natur aufeinander, die zu einer echten Synästhesie beiträgt.

RALPH KISTLER

La industria del ocio-The leisure industry
Die Freizeitindustrie schafft Illusionen und künstliche Räume, die sich an die Wünsche ihrer Verbraucher anpassen. Zwischen diesen beiden Extrempunkten der Achse von Tourismusnachfrage und -angebot werden erfundene Szenarien generiert, um das wirtschaftliche Wohlergehen der Region zu gewährleisten, in der dieses Wirtschaftsmodell umgesetzt wird.
Der Künstler Ralph Kistler visualisiert dieses Dilemma mit der Schaffung schwerer Maschinen, die von einem Phenakistiskop inspiriert sind, einem der ersten optischen Geräte, das die Illusion von bewegten Bildern erzeugt. Die ausgestellte Maschine besteht aus zwei 3,50 m breiten rotierenden Rädern mit einem Durchmesser Es gibt eine Folge von 64 Fotos, die eine Bewegtbildschleife von etwa 5 Sekunden erzeugt. Während auf der einen Seite die Sequenz einer Person zu sehen ist, die ein Bad am künstlichen Strand von Las Vistas in Los Cristianos genießt, zeigt sie auf der anderen Seite Bilder des Baus eines neuen Strandes in der Gemeinde Guía de Isora Insel Diese Bilder in Bewegung und kontinuierlicher Wiederholung kontrastieren mit ihren reduzierten Abmessungen mit der Größe der sich bewegenden Industriemaschinen, die diesen Teufelskreis von Produktion und Verbrauch erzeugen.
Die neue Nutzung des “touristischen” Territoriums wird sowohl durch seine räumliche Barriere als auch durch seine zeitliche Grenze definiert und steht im Gegensatz zum romantischen Konzept einer individuellen Erfahrung in einer Umgebung von erhabener Natur. Ob es sich um Vergnügungsparks, Einkaufszentren, künstliche Strände oder Sehenswürdigkeiten handelt; Diese neuen Verbrauchereinrichtungen lassen keine großen Spielräume für individuelle Maßnahmen und führen dazu, dass die Anweisungen zum Üben sich wiederholender Gesten freiwillig befolgt werden.

Bildstein | Glatz

Schnitzelprinz
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Bildstein | Glatz Schnitzelprinz, 2010 wood, screws 340 x 540 x 255 cm BANALES, ABSURDES, DUMMES, ÜBERSEHENES, UNRELEVANTES, VERBORGENES, FALSCHES UND UNSINNIGES ODER: LASSEN WIR UNS WENDEN! (…) Der Schnitzelprinz (2010), den sie für die Ausstellung “Der Blitz schlägt nie zweimal am selben Ort” ein entwickelt haben, fungiert als Perspektivenwender. Holzfaserplatten und Latten fügen sich zu einer skulpturalen Apparatur zusammen: Zwei halbrund gebogene Platten formen eine Art Rutsche. Wer sich oben hineinstürzt kommt unten gewendet heraus, erlebt die Temporary Gallery neu. Indem er den Rutschtenden um die eigene Achse vom Bauch auf den Rücken oder umgekehrt wendet, erzeugt der Schnitzelprinz einen „Rundumblick“: plötzlich steht die Welt Kopf! Auch wenn die „Rutsche“ offiziell nicht zur Benutzung freigegeben wird, implizieren Bewegung und Form die Möglichkeit des „Wendens“. Dem Schnitzelprinzen liegt die empiristische Überlegung zu Grunde, dass Bedeutung maßgeblich durch sinnliche Wahrnehmung bestimmt ist. Verändert sich ein Sinneseindruck, reguliert er unser Weltkonstrukt – kurz: was wir wahrnehmen erzeugt Ideen. Im Gedankenexperiment werden wir aufgefordert, Grundvoraussetzungen bildnerischen Sehens und Wahrnehmens zu reflektieren. Bisherige Annahmen über unsere Umwelt erweisen sich als falsch, der zufälligen Anatomie des menschlichen Körpers geschuldet. Wir müssen uns davon lösen, zufällig Wahrgenommenes als Wirklichkeit zu begreifen. Die Werke setzen ihre eigene Unabgeschlossenheit voraus. Denn um Fragen aufzuwerfen, ist es nicht nötig, Antworten zu liefern: Wir sollen weiterdenken! Deshalb legen die Künstler Spuren für den Rezipienten, der dem Experiment mit Raum, Körper und Apparatur selbst auf die Schliche kommen soll: Was wäre wenn…? Sie erforschen die Wahrnehmung des Raumes und der umliegenden Kunstwerke, die sich in der Temporary Gallery befinden: Nina K. Doeges pinke Schläuche etwa fallen nicht mehr in einer Kaskade von oben herab, sondern wachsen wie Ranken der Decke entgegen. (…) Andrea Günther, 2010.