Anne Teresa De Keersmaeker

アンヌ·テレサ·ドゥ·ケースマイケル
АННЫ ТЕРЕЗЫ ДЕ КЕЕРСМАКЕР
Work/Travail/Arbeid

Wat zou het betekenen om een choreografie op te voeren als een tentoonstelling? Die vraag is het uitgangspunt van Work/Travail/Arbeid. Als antwoord zal Anne Teresa De Keersmaeker haar voorstelling Vortex Temporum herinterpreteren voor de radicaal verschillende tijdelijke en ruimtelijke omstandigheden van een museale omgeving. Daarbij zal de choreografe de performance niet eenvoudigweg verplaatsen naar een nieuwe omgeving, maar zal ze dans her-denken als een negen weken durende tentoonstelling, doorlopend toegankelijk voor het publiek. De originele choreografie, ontworpen voor de gecondenseerde duur van een voorstelling, zal worden uitgebreid tot cycli van negen uur. Dit project transformeert het materiaal en de voorwaarden die lang typisch waren voor dans, en verleent de strakke choreografische schriftuur, waarvoor De Keersmaeker bekend staat, een totaal nieuwe vorm..

DANIEL CANOGAR

Webstuhl
Loom zeigt abstrakte Animationen, die mit Daten von Google Trends in Echtzeit entwickelt wurden. Beliebte Abfragen werden vorübergehend als überlagerter Text angezeigt, bevor sie sich in eine rauchige Abstraktion auflösen. Diese Begriffe werden mit einer zufälligen Lyrik angegangen – jedes Wort erscheint und verschwindet in einer Spur der Sättigung. Die Farben in der Animation werden durch die Häufigkeit eines bestimmten Themas bestimmt. Je viraler die Suche online ist, desto wärmer werden die Töne. Ohne Schlagzeilen, grafische Bilder und Statistiken inspiriert jede Phrase eine kontemplative Erfahrung, eine Gelegenheit für den Betrachter, darüber nachzudenken, was zu einem bestimmten Zeitpunkt durch das kollektive Bewusstsein strömt. Loom verwebt ein soziales Gefüge, das das Transzendentale mit dem Banalen vermischt, um den Geist unserer Zeit in generativer Bewegung darzustellen.

Loan Nguyen

Soleil
Loan Nguyens fotografisches Schaffen besteht im Grunde aus einer einzigen offenen Serie namens “Mobile”, bearbeitet seit 2003. Auch verfolgt sie im Wesentlichen eine Strategie: In nahezu allen Aufnahmen erscheint sie selbst. Dem nicht eingeweihten Betrachter ist sie zunächst eine anonyme Figur – vor einem landschaftlichem oder architektonischem Hintergrund. Mit verhaltenen und stillen Gesten deutet Loan Nguyen auf etwas, macht etwas vor, weist sich über ihre bloße Anwesenheit im Bild eine Stelle in der Welt zu. “Stellenweise” heißt deshalb vielleicht die Ausstellung. Anlage und Komposition der einzelnen Fotografien sind entschieden malerische.Ihre Arbeit lässt sich aber auch im Zusammenhang von Themen wie “Heimat” und “Migration” interpretieren. Zwar ist Loan Nguyen 1977 in Lausanne geboren, aber ihr Vater kam einst aus Vietnam in die Schweiz. Daraus ist das Projekt, “De-Retour” entstanden. Es zeigt die Reise ihres Vaters, Schweizer Staatsbürger wie sie, zurück in das Land seiner Kindheit nach 38-jähriger Abwesenheit. Darüber sagte Loan Nguyen selbst: Während dieser Aufenthalte fotografierte ich Landschaften, Objekte, die Menschen, die wir kennenlernten, und viele Hinweise und Zeichen, die uns mit diesem Land verbinden. Ich fotografierte meinen Vater, wie er vertraute, aber vergessene Orte wiederentdeckte, alte Freunde wiedertraf, deren Gesichter sich genauso verändert hatten wie das Land selbst.