UVA UNITED VISUAL ARTISTS

Entwurf
Blueprint umfasst die Beziehung und Parallelen zwischen Kunst und Wissenschaft und schafft Kompositionen durch die mathematischen Prinzipien der Logik, die das Leben stützen. UVA untersucht Analogien zwischen DNA und Computercode und hat die Blueprint-Serie entwickelt. Arbeiten, die Genetik und Code als Blaupausen künstlicher und natürlicher Systeme verbinden. Da sich die Arbeit im Laufe der Zeit langsam ändert, schwanken die Muster zwischen verschiedenen Komplexitätsgraden. Blueprint verwendet die Grundkonzepte der Evolution, um ein sich ständig veränderndes Bild zu erstellen. Während Zellen ihre Gene buchstäblich auf ihre angrenzenden anderen übertragen, fließt Farbe wie Farbe über die Leinwand. Blueprint erstellt jede Minute eine einzigartige farbenfrohe Komposition und präsentiert das unbegrenzte Ergebnis, das sich aus einem einzigen Algorithmus ergibt. ein einziges Regelwerk.

François Bayle

Acousmonium

Das Acousmonium ist das Schalldiffusionssystem, das 1974 von Francois Bayle entworfen und ursprünglich von der Groupe de Recherches Musicales im Maison de Radio France verwendet wurde. Es besteht aus 80 Lautsprechern unterschiedlicher Größe und Form und wurde für die Bandwiedergabe entwickelt. Wie Bayle 1993 in einer CD-Hülle schrieb, war es so Eine weitere Utopie, die dem reinen “Zuhören” gewidmet ist … als durchdringbarer “Projektionsbereich”, arrangiert im Hinblick auf das Eintauchen in den Klang, auf die räumliche Polyphonie, die artikuliert und gerichtet ist. Das Verteilen von Kompositionen aus elektroakustischer Musik oder Musique concrète über ein Acousmonium wird als Diffusion bezeichnet. Dies geschieht durch den Komponisten oder einen Interpreten, indem er die räumliche Verteilung und Lautstärke der Musik während der Wiedergabe steuert und anpasst.

ANDREA VAN REIMERSDAHL

Zum Ende ihrer Ausbildung zur Malerin / Zeichnerin an der Weißensee Kunsthochschule Berlin hat sich Andrea van Reimersdahl mit der Druckgrafik auseinander gesetzt. In verschieden Drucktechniken beschäftigt sie sich mit Kompositionen aus grafischen Elementen. Strukturen aus Linien und Flächen oder Rastern bewegen sich von der zweidimensionalität in den Raum. Meistens ist das Trägermaterial ein Textil. In den ersten Jahren nach ihrer Ausbildung arbeitet sie mit dem menschlichen Körper. Als tragbare Unikate werden ihre Textilien in der Bewegung inszeniert und als Editionen herausgegeben. Seit einiger Zeit nutzt sie verstärkt die raumbildende Wirkung des Materials und kombiniert Stoffe und Druckgrafik zu dreidimensionalen Zeichnungen, die das Raumerlebnis verändern.

eliane radigue

transamorem transmortem
Als sie 2004 zusammen mit Lionel Marchetti meine Hilfe bei der Digitalisierung ihrer Archive annahm, entdeckte ich „Transamoren – Transmortem“. Sofort war ich beeindruckt von der majestätischen Anmut dieses sehr langen Frequenzgewirrs, dieser Reihe von scheinbar unveränderlichen Tönen, deren Variationen von feiner Subtilität sind. “Transamoren – Transmorten” ist als eine der radikalsten Kompositionen von Radigue erkennbar, vergleichbar mit dem ersten “Adnos”, dem Werk, das chronologisch auf “Transamoren – Transmortem” folgt. Sehr wenige Transformationen, eine scheinbare formale Trockenheit, die dann durch das physische Spiel der Frequenzen widerlegt wird, wenn die Hörerin ihren Kopf sanft von rechts nach links dreht, oder noch besser, wenn sich die Hörerin langsam durch den Musikraum bewegt. Beim Bewegen durch Zonen mit bestimmten Frequenzen erfährt der Körper des Hörers lokalisierte Zonen mit niedrigen, mittleren und Höhenfrequenzen, die je nach den akustischen Eigenschaften des Raums variieren. Wie Radigue über „Adnos“ schrieb: „Das Verschieben von Steinen im Flussbett beeinflusst nicht den Wasserlauf, sondern verändert die Art und Weise, wie das Wasser fließt.“ Hier finden wir dieselbe meditative Spannung, die eine friedliche Bewegung durch die Räume vorschlägt, die durch die verschiedenen Frequenzen erzeugt werden, aus denen „Transamoren – Transmortem“ besteht.

DAN FLAVIN

Dan Flavin war ein amerikanischer Künstler und Pionier des Minimalismus, der vor allem für seine wegweisenden Installationen von Leuchten bekannt war. Seine beleuchteten Skulpturen bieten eine strenge formale und konzeptionelle Untersuchung von Raum und Licht, wobei der Künstler kommerzielle Leuchtstofflampen in unterschiedlichen geometrischen Kompositionen arrangierte. “Ich mag Kunst als Gedanken besser als Kunst als Arbeit”, sagte er einmal. “Ich habe das immer beibehalten. Es ist mir wichtig, dass ich mir nicht die Hände schmutzig mache. Es liegt nicht daran, dass ich instinktiv faul bin. Es ist eine Erklärung: Kunst ist Denken. “