eliane radigue

transamorem transmortem
Als sie 2004 zusammen mit Lionel Marchetti meine Hilfe bei der Digitalisierung ihrer Archive annahm, entdeckte ich „Transamoren – Transmortem“. Sofort war ich beeindruckt von der majestätischen Anmut dieses sehr langen Frequenzgewirrs, dieser Reihe von scheinbar unveränderlichen Tönen, deren Variationen von feiner Subtilität sind. “Transamoren – Transmorten” ist als eine der radikalsten Kompositionen von Radigue erkennbar, vergleichbar mit dem ersten “Adnos”, dem Werk, das chronologisch auf “Transamoren – Transmortem” folgt. Sehr wenige Transformationen, eine scheinbare formale Trockenheit, die dann durch das physische Spiel der Frequenzen widerlegt wird, wenn die Hörerin ihren Kopf sanft von rechts nach links dreht, oder noch besser, wenn sich die Hörerin langsam durch den Musikraum bewegt. Beim Bewegen durch Zonen mit bestimmten Frequenzen erfährt der Körper des Hörers lokalisierte Zonen mit niedrigen, mittleren und Höhenfrequenzen, die je nach den akustischen Eigenschaften des Raums variieren. Wie Radigue über „Adnos“ schrieb: „Das Verschieben von Steinen im Flussbett beeinflusst nicht den Wasserlauf, sondern verändert die Art und Weise, wie das Wasser fließt.“ Hier finden wir dieselbe meditative Spannung, die eine friedliche Bewegung durch die Räume vorschlägt, die durch die verschiedenen Frequenzen erzeugt werden, aus denen „Transamoren – Transmortem“ besteht.

RYUICHI SAKAMOTO

坂本龙一
坂本龍一
류이치 사카모토
Рюичи Сакамото
oppenheimer’s aria
Sakamoto compôs esta ária para sua ópera Life, em 1999. Essa música, acompanhada do texto lido pelo próprio Oppenheimer, torna-se algo imperdível para não repetir grandes erros.
Sakamoto compôs o Aria para Oppenheimer com base em uma filmagem do cientista. Seus olhos transmitem todo o horror que ele carregou ao longo de sua vida.
“Sabíamos que o mundo não seria o mesmo. Algumas pessoas riram, algumas choraram, muitas ficaram em silêncio. Lembro-me da linha da escrita hindu, o Bhagavad-Gita. Vishnu está tentando persuadir o príncipe a cumprir seu dever e, para impressioná-lo, ele assume sua forma com vários braços e diz: “Agora, me tornei a morte, destruidor de mundos.” Acho que todos nós pensamos isso, de uma forma ou de outra. . ” – Robert Oppenheimer, 16 de julho de 1945. Los Alamos, Novo México.