SIMON CHRISTOPH KRENN

Parasitic endeavours
Simon Christoph Krenn’s 3D animation, Parasitic Endeavours, initially started out as the creative wanting to explore distorted perspectives on human evolution. “I think my main inspiration came from nature and its creative forces themselves. I used to study zoology at university and was especially fascinated by evolutionary biology and the development of animal morphologies. I realized the video’s strange and somehow creepy potential and decided to push the animation even more into this direction.”

Stine Deja

Cryptic Ruins
It’s the year 21020 and a mysterious archaeological site has been uncovered in what was central London. A large communal structure seemingly dedicated to unproductive expending of energy from human bodies. Whilst we might easily identify it as a gym, our descendants are concerned with why it exists at all. By framing the 21st century compulsion towards physical fitness as a mysterious practice of the past that requires decoding, Deja’s playful film reveals something of the absurdity of contemporary urban life and questions the rationality of our obsessions.

Tim Otto Roth

Heaven’s Carousel
Mit dem »Heaven’s Carousel« scheint im Herzen der Karlsruher Innenstadt vor dem Naturkundemuseum ein leuchtendes Klang-UFO gelandet zu sein, das antike Sphärenmusik unter den Vorzeichen der Astrophysik des 21. Jahrhunderts neu interpretiert.In zehn Metern Höhe schwebt an einem Kran eine luftige Karussell-Konstruktion, von der an zwölf Strängen insgesamt 36 kugelförmige, leuchtende Lautsprecher hängen. Das »Heaven’s Carousel« hebt in den Abendstunden ab: In Rotation versetzt, drehen sich die in Leuchtkugeln integrierten Lautsprecher mit einem Durchmesser von bis zu 16 Metern über den Köpfen der BesucherInnen. Sie sind eingeladen, sich unter der Installation frei zu bewegen, um das sich kontinuierlich verändernde Klanguniversum zu erkunden. Auch wenn aus den einzelnen Lautsprechern »nur« reine Töne erklingen, so rekombinieren sich diese im Raum zu komplexen Klanggebilden. Aufgrund des Doppler-Effekts klingt dabei ein Ton höher, wenn die Klangquelle auf die BesucherInnen zufliegt, und tiefer, wenn sie sich wieder entfernt.Die Illumination der Lautsprecher vervollständigt das als Auftragsarbeit der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) für das Hubble Space Telescope entstandene Gesamtkunstwerk. Die Helligkeit zeigt nicht nur die relative Lautstärke und Aktivität einer Klangkugel an, sondern die gespielte Tonhöhe wird auch in eine spektrale Farbe übersetzt.