Nives Widauer

Global Globes

Kunsthalle Wien - Weltraum

source: widauernet

“..In Global Globes (2011), Widauer has collected over 290 globes of all different sizes, years of manufacture and locations and geopolitical variation, putting them together into a mosaic-like map of the world. Global Globes is conceptually designed by the artist as a floor installation, so that the best place to see it is via a live circuit camera installed high above the ‘globe world map’..”

Nives Widauer was born in 1965 in Basel, Switzerland.
In 1990 she graduated from the Class for Audiovisual Arts at the School Of Design Basel. Parallel to the first exhibitions (video installations) she created video sets and movies. Various Art Awards, scholarships and exhibitions followed.
Since 1996 Nives Widauer lives in Basel and Vienna. In her recent work the artist plays with the interface between analogue and digital and she expanded her medias to painting and sculpture.
.
.
.
.
.
.
.
source: schweizer-illustriertech

Wer die Treppe im Kunsthaus Baselland hinabsteigt, dem liegt die Welt zu Füssen. Mit 200 Globen, von einfachen Plastikmodellen bis zu historischen Raritäten, bildet die Installation «Global Globes» den Auftakt zu Nives Widauers eindrücklicher Schau «Do I dream or am I alive». Ein genauerer Blick auf die vielen Weltkugeln lohnt, es gibt da und dort Reminiszenzen an einschneidende Weltereignisse.

Überhaupt, Details sind bei Nives Widauers Arbeiten essenziell. «Man ist Teil von dem, worauf man schaut», sagt die 46-Jährige, führt uns in den nächsten Raum. Mittendrin steht ihr neustes Werk: eine Bank mit dem kryptischen Namen «Settle/Aufraum», bestehend aus in Bronze gegossenen Videokassetten. «Ich habe meine vergänglichen Video-Arbeiten für 6 Millionen Jahre konserviert», sagt die Künstlerin mit einem Augenzwinkern. Weniger haltbar, dafür herrlich doppelbödig sind ihre bekannten «minor catastrophies»: biedere Stickvorlagen – mit kleinsten Veränderungen macht sie deren Idylle den Garaus. Bei der Papierarbeit «Lora et ses amies» erhalten prachtvoll gefiederte Papageien farblich passende Frauenbeine und werden so zu anmutigen Fabelwesen.

Reduktion, Ergänzung, Details. Das sind die Parameter von Nives Widauers Kunst. Innerhalb dieses Dreiecks lotet sie mittels Video, Installationen, Papier und Fotoarbeiten die Grenzen zwischen Kunst und Bühne aus. Seit sie ihre Karriere vor 21 Jahren mit einer Videoeinspielung am Theater Basel startete, ist Nives Widauer auch für Video-Installation und Lichtdesign bekannt. Aktuell: Die Kammeroper «Nacht», bei der die Künstlerin für die Gesamtausstattung verantwortlich ist, eröffnet im Oktober die Spielzeit des Gare du Nord in Basel